Bat out of hell III

meatloaf.jpgWie man in meinen Seiten über mich bereits lesen kann, bin ich begeisterter Rockmusikfan. Natürlich hat man als interessierter Musikliebhaber schon einmal etwas von Meat Loaf gehört. Der Amerikaner gehört mit zu den bedeutendsten Sängern unserer Zeit.“Bat out of hell III“ ist nun also die Fortsetzung der Reihe die Meat Loaf zu dem gemacht hat was er heute ist: Weltweit anerkannter Rocksänger. „Bat out of hell“ hatte ihn Weltberühmt gemacht und Bat out of hell II war ein grandioser Nachfolger. Die Erwartungen vor dem neuen Werk sind also hoch.

Die Songs

  1. Der CD beginnt mit „The monster is loose“ unerwartet hart, aber nicht unpassend zu Meat Loafs Stimme und spätestens nach 30 Sekunden ist klar, dass die neue Härte nur weitere Qualitäten des Musikers zeigt. Das Stück hat soviel Energie und Zerbrechlichkeit zugleich, das es eine wahre Wonne ist.
  2. Weiter geht es mit „Blind as a bat“, einem klassischen Rockknaller der mit den genial eingesetzten Chören für Gänsehaut-Atmosphäre sorgt.
  3. „It’s all coming back to me now“ ist ein schönes balladeskes Duett mit der Norwegerin Marion Raven, deren Stimme sich gekonnt um Meat Loafs Stimme schlängelt.
  4. Als „Bad for good“ zum ersten Mal in meinem Player erklang, musste ich mich nochmal vergewissern, ob das wirklich eine Meat Loaf Platte ist. Ich hätte vorher die Gastmusiker Liste lesen sollen. Diesen Gitarrensound, der gleich zu Beginn des Songs zu hören ist, kennt man normalerweise nur von Brian May (Queen). Also Booklet raus und Gastmusiker durchgelesen. Und tatsächlich steht da dieser Name des genialen Queen Gitarristen, der es schafft diesem Song eine einmalige Note zu geben. „Bad for good“ ist eine Midtempo-Nummer, bei der vor allem die typische Brian May Gitarre auffällt.
  5. Die langsame Nummer „Cry over me“ schafft nach dem Brian Mays Gitarrenfeuerwerk wieder etwas Ruhe und glänzt durch tolle Orchester Arrangements. Bei diesem Song entsteht eine richtige Kerzenlicht Atmosphäre.
  6. Der Titel von „In the land of the pig, the butcher is king“ (zu Deutsch: Im Land der Schweine ist der Metzger König) ließ mich als ich ihn zuerst las etwas schmunzeln. Wie man erwartet ist ein Song mit solch einem Namen auch keine Gutenachtmusik. Von der eher ruhigen Strophe wird man immer wieder in den krachenden Refrain geworfen.
  7. Das siebte Lied auf der CD „Monstro“, wirkt sehr opernhaft, ist nur 1.39 Minuten lang und eher als Überleitung zum folgenden…
  8. … „Alive“ zu sehen. Angefangen mit leisen aber sehr eingängigen Klaviermelodien entwickelt sich „Alive“ zu einem Rockknaller der an Bombast kaum zu überbieten ist. Die klare Nachricht des auch schon in die Jahre gekommenen Meat Loaf wird sofort klar: „I’m alive“ singt er voller Inbrunst.
  9. Wer glaubt sich mit dem folgenden „If God could talk“ wieder ausruhen zu können, der irrt. Der Song hat fast die gleiche Energie wie der vorhergehende und beschäftigt sich textlich mit einer verflossenen Liebe, die zurückgewonnen werden soll, ein typischer Lovesong.
  10. Die Uptempo Nummer „If it ain’t broke break it“ (Frei übersetzt: Wenn es noch nicht kaputt ist, dann mach es kaputt) setzt noch einen drauf und der Titel des Songs lässt schon seltsames vermuten. Genauso kommt der Song daher. Gleich zu Beginn ist eine Stimme zu hören die „Damn, you’re crazy man!“ (Verdammt, du bist verrückt) sagt. Inhaltlich kommt in diesem Song eine anarchistisch anmutende Stimmung rüber. Der Beginn des Refrains lautet: If it ain’t real fake it, if it ain’t yours take it (zu Deutsch: Wenn es nicht real ist fälsch es, wenn es nicht dir gehört nimm es).
  11. „What about love“, ein Duett mit seiner Live Sängerin „Patti Russo“, schlägt wieder wesentlich ruhigere Töne an und wartet mit einem großartigen Stimmenduell auf.
  12. „Seize the night“ beginnt bombastisch-orchestral und schlägt um in eine wunderschöne Klavierballade, welche wiederum von starken Chören unterstütz, ab etwa der Mitte des Songs zur schnellen Nummer mit treibendem Schlagzeug und fetzigen E-Gitarren wird. Begleitet wird der Song durch ein E-Gitarrenriff, das schon auf „Bat out of Hell II“ in „Good girls go to heaven (Bad girls go everywhere)“ zu hören war, welches zu den Bogen zum Vorgängeralbum schließt.
    Zum Titel von „Seize the night“ lässt sich noch vermuten, dass damit auf „Seize the day“ (Englisch für „Carpe diem“ ) angespielt wird.
  13. Mit dem 13. Titel rauscht nun mit „The future ain’t what it used to be“ das dritte Duett der CD durch meine Boxen. Meat Loaf singt es mit Jennifer Hudson die durch „American Idol“ bekannt wurde. Der Song erinnert leicht an das „Bat out of Hell“ Album und schließt den ersten Teil der Serie.
  14. Der letzte Song „Cry to heaven“ beginnt sehr leise und zart gehaucht und bei jedem anderen Interpreten würde ich das Wort „schmalzig“ gebrauchen. Nicht bei Meat Loaf. Er schafft es wie kein anderer die zerbrechliche Stimmung des Songs durch seine gefühlvolle Stimme aufzugreifen und zu perfektionieren.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit „Bat out of hell III“ ein weiteres Meisterwerk gelungen ist, dass meiner Meinung nach die anderen beiden in den Schatten stellt, was für jemanden, der die ersten beiden CDs kennt, schwer zu glauben sein dürfte. Besonders gelungen finde ich den Mut auch mal härtere Töne aus den Boxen klingen zu lassen und der ohnehin schon fassettenreichen Musik Meat Loafs eine weitere Farbe hinzuzufügen.

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2 Kommentare

  1. Gravatar von Tami   Tami
      schrieb am 10. Januar 2007

    Ich stimme voll und ganz zu!Die CD is klasse

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